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Wasserkühlung

Wasserkühlung vom Profi

Ein Aktueller Desktopcomputer verbraucht leicht über 200 Watt Strom beim Arbeiten, der teilweise in Wärme umgewandelt wird (Verlustwärme). Diese Wärme muss für einen stabilen Betrieb und um die Lebensdauer der Komponenten nicht zu verkürzen abgeführt werden. Der herkömmliche Weg besteht darin einen drehenden Ventilator (Lüfter) auf einen Kühlkörper zu setzten, der kältere Luft über das heiße Bauteil pustet, ähnlich den mittlerweile veralteten, luftgekühlten PKW-Motoren wie im VW Käfer. Die Luft nimmt Wärme auf, kühlt dadurch das Bauteil ab und verlässt im Optimalfall das Gehäuse. Da die aufgenommene Wärme von der Raumtemperatur abhängt (je höher die Temperatur, desto geringer die Kühlleistung), muss bei steigender Verlustleistung (oder steigender Raumtemperatur wie an heißen Sommertagen) die Menge der vorbeiströmenden Luft erhöht werden. Dies wird zum einen durch größere Lüfter oder aber durch höhere Drehzahlen erreicht. Besonders die höhere Drehzahl erzeugt häufig einen sehr unangenehmen Ton, der bei der Arbeit die Konzentration erheblich stören kann.

Eine Alternative zur Luftkühlung bietet die Wasserkühlung, wie es die Automobilindustrie vorgemacht hat. Dabei wird in einem geschlossenen und absolut wasserdichten Kühlkreislauf eine Kühlflüssigkeit (meistens destilliertes Wasser mit Zusätzen, da dieses nicht leitet) über den Kühlkörper geführt, die die aufgenommene Wärme an einen Radiator abgibt, der sich meistens außerhalb des Gehäuses befindet. Das Wasser wird dabei durch eine leise Pumpe bewegt, wie wir sie aus Aquarien kennen. Die Verbindungselemente stammen aus der Tauchertechnik und bieten damit hohe Sicherheit im Bezug auf de Dichtigkeit des Systems. Sollte dennoch einmal Wasser austreten, handelt es sich um destilliertes Wasser, das nicht leitet!
Der Vorteil von Wasser gegenüber Luft besteht darin, dass die Wärmeaufnahme deutlich größer ist, also mehr Wärme bei gleichem Temperaturunterschied aufgenommen wird. Dadurch kann die Fließgeschwindigkeit des Wassers geringer sein, als es bei Luft der Fall wäre und damit sind Wasserkühlungen sehr leise bis unhörbar! Auch bleiben alle Komponenten deutlich kühler, wenn sie von Wasser gekühlt werden, was sich sehr positiv auf die Stabilität und Lebensdauer auswirkt.

Natürlich sind Wasserkühlungen teurer als Luftkühlungen, alleine schon, weil deutlich mehr Teile verbaut werden müssen. Allerdings ist eine Wasserkühlung eine langfristige Investition, die ohne Weiteres mehrere Computergenerationen überstehen kann. Gegebenenfalls muss bei einer neuen Sockelgeneration ein kleiner Haltebügel ausgetauscht werden, der jedoch nur wenige Euros kostet.

Leiseres Arbeiten, längere Haltbarkeit, höhere Leistung

Interessant sind Wasserkühlungen also für alle, die entweder mit besonders teurer Computerhardware arbeiten (wie es in Mehrprozessorsystemen, Servern oder sehr leistungsstarken Workstations der Fall ist) und die Komponenten schonen möchten bzw. auf einen stabilen Betrieb angewiesen sind oder diejenigen, die einen möglichst leisen Betrieb des Computers wünschen (wie es häufig bei Media-PCs in Wohnzimmern, Präsentationsräumen oder aber bei kreativen Arbeitsplätzen der Fall ist). Eine professionelle Wasserkühlung kann in bestimmten Fällen sogar teure Klimatechnik ersetzten!

Eine gute Wasserkühlung kann sehr modular aufgebaut werden. So ist es möglich sehr günstige Einstiegskonfigurationen anzubieten, die bei Bedarf erweitert werden können. Wir würden uns freuen Ihnen unsere Wasserkühlungen an Vorführgeräten zu demonstrieren und eventuell vorhandene Fragen zu erörtern.

 
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